Wenn Zukunft sich schließt: Zur Zeitlichkeit von Traurigkeit und Trauer im kompetitiven Sport
Abstract
Zusammenfassung Im ersten Teil wird der Blick geöffnet, dass Gefühle leiblich sind, räumlich-situativ wirken und sich nicht auf Innenzustände reduzieren. Folgend werden Traurigkeit und Trauer als Grenzphänomene des kompetitiven Sports analysiert: Niederlage, post-event-Leere, Verlust. Abschließend beschreibt der Beitrag praktische Implikationen für das Wettkampfcoaching: Trainerarbeit in Wettkampfserien und Saisonverläufen ist immer auch Arbeit am Gefühlsraum – an Orientierung, Interaktion und Kultur. Wer Traurigkeit und Trauer nur als Störung behandelt, verliert nicht nur Athlet:innen, sondern auch die Möglichkeit, dass der Sport als Lebensform tragfähig bleibt. Phänomenologisch betrachtet, gewinnt sie hingegen eine präzisere Praxis: leiblich aufmerksam, situativ klug, kulturell verantwortlich.
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Authors: Christian Hungerecker
Institutions: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel